Die Magie des Orientalischen Tanzes verzauberte schon immer die Menschen mit seinen weichen, wogenden Bewegungen des Bauches und des Beckens der Tänzerin, sowie dem ekstatischen Zittern, welches dem Zuschauer unerklärlich scheint.
Beim Bauchtanz lernt "Frau" den eigenen Körper zu akzeptieren und schön zu finden. Außerdem darf sie "Frau" sein und ihre Weiblichkeit ausleben.
Für viele Frauen ist der Bauchtanz mehr als nur ein Tanz. Beim orientalischen Tanz werden alle Muskeln bewegt. Die Tänzerinnen lernen schon bei einfachen Bewegungen ihren Körper besser kennen und zu kontrollieren. Sie lernen Muskeln gezielt anspannen oder locker lassen. Einige Körperübungen werden teilweise auch in der Rückenschule trainiert. Sportwissenschaftler bezeichnen den orientalischen Tanz sogar als eine Art Fitnesstraining.
Auch die Psyche profitiert Bauchtanzlehrern zufolge von den weichen und runden Bewegungen. Der orientalische Tanz enthält viele Aspekte der Musik- und Tanztherapie. Der Auftritt vor Publikum stärkt zudem das Selbstbewusstsein.
Orientalischer Tanz wird deshalb heutzutage von vielen Frauen als eine Form der Gesundheitsförderung betrieben. Der Begriff "Bauchtanz" wird von den Tänzerinnen meist abgelehnt. Schließlich wird nicht nur der Bauch bewegt. Außerdem verbinden viele mit dem Wort Bauchtanz dieses leicht anrüchige Klischee leicht zu habender Frauen, das nun wirklich nichts mehr mit dem heutigen Selbstverständnis einer orientalischen Tänzerin zu tun hat.